Tuberkulose München

Eine Tuberkulose-Erkrankung betrifft hauptsächlich die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten und wird von Mykobakterien – Mycobacterium tuberculosis – hervorgerufen. Es handelt sich um eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die in Deutschland allerdings immer seltener auftritt. Tuberkulose kann durch infektiöse Tröpfchen beim Sprechen, Husten, Singen oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Inkubationszeit von Tuberkulose beträgt sechs bis acht Wochen, in einigen Fällen bleibt Tuberkulose in dieser Zeit fast ohne Symptome. Spezifische Symptome sind Husten, Nachtschweiß und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann es zu Fieber kommen und zu stärkerem Husten mit grünlichem oder blutigem Auswurf. Bei Tuberkulose kommt es in der Regel zu einer Entzündung der Lunge. Tuberkulose außerhalb der Lunge kann Lymphknoten, das Rippenfell und die Nieren befallen. Bei Tuberkulose können in der Lunge Hohlräume, so genannte Kavernen, entstehen. In diesen Hohlräumen können sich Viren, Bakterien oder Pilze ansiedeln und neue Infektionen auslösen. Um herauszufinden, ob eine Tuberkuloseerkrankung vorliegt, wird vom Lungenarzt zunächst ein Hauttest durchgeführt. Fällt dieser positiv aus, bedeutet dies aber noch nicht, dass man an Tuberkulose erkrankt ist, sondern lediglich, dass man mit dem Mykobakterien bereits in Kontakt getreten ist.. Um eine Lungentuberkulose festzustellen, müssen weitere Untersuchungen durch den Lungenarzt in München durchgeführt werden, dazu gehören unter anderem Röntgenaufnahmen und die Untersuchung des Auswurfes. Da die Erreger der Tuberkulosebakterien nur sehr langsam wachsen, ist eine ausreichend lange medikamentöse Behandlung notwendig, um sicher alle Bakterien abzutöten. Dabei werden in der Regel verschiedene Antibiotika kombiniert. Wegen des Ansteckungs-Risikos bei einer so genannten offenen Tuberkulose muss eine Tuberkulose-Erkrankung mitunter während eines Krankenhausaufenthaltes behandelt werden. Bei schweren Verläufen kann das Lungengewebe komplett zerstört werden, unter Umständen kann es sinnvoll sein, die betroffene Stelle operativ zu entfernen. Als Folge einer Tuberkulose kann ein Lungenemphysem, eine chronisch-obstruktive Bronchitis oder ein Cor pulmonale entstehen. Ihr Lungenarzt in der Pneumologie am Sendlinger Tor in München beantwortet gerne alle ihre Fragen zur Tuberkulose.

Dr. med. HELGA KAMMLER-BAUMANN
Sendlinger-Tor-Platz 7 · 80336 München